40 Jahre Laufhaus Juchgasse – Das Interview zum Jubiläum

Das Laufhaus Juchgasse stellt in Wien eine wahre Institution dar: Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass dieses äußerst bekannte Etablissement bereits im Jahr 1979 eröffnet worden ist.

Bereits zu Beginn war das Laufhaus Juchgasse sehr populär, was natürlich auch damit zu tun hatte, dass dieses von zwei sehr prominenten Eigentümern geführt worden ist: Dem etwa aus der Fernsehserie „Kottan Ermittelt!“ bekannten Addi Hirnschal sowie der damaligen Rotlichtgröße Helmut Baucek. Gemeinsam eröffneten und führten die beiden Eigentümer das Laufhaus Juchgasse im dritten Wiener Gemeindebezirk über lange Zeit hinweg und begrüßten in diesem sehr beliebten Etablissement, in welchem neben den damals 15 Zimmern auch ein berüchtigtes Beisl zu finden war, über die Jahre zahlreiche schillernde Persönlichkeiten: So war beispielsweise auch Hansi Hölzl, welchen die meisten Leute wohl eher aufgrund seines Künstlernamens „Falco“ kennen, ein berühmter Stammgast, der oftmals im Beisl des Laufhaus Juchgasse anzutreffen war.

Das Laufhaus Juchgasse wurde dann, etwa 18 Jahre später, von der LV Liegenschaftsverwertungs- und Beteiligungsgesellschaft GmbH gekauft und in weiterer Folge auf insgesamt 22 Apartments vergrößert, welche von Sexworkerinnen gemietet werden konnten. Seit 1997 ist das Laufhaus Juchgasse somit im Besitz der Immobiliengesellschaft, wobei im Jahr 2018 auch noch das Laufhaus Zollgasse, das größte Laufhaus in Wien, eröffnet worden ist. Auch dieses erfreut sich größter Beliebtheit.

Aufgrund dieses bemerkenswerten Jubiläums, zu welchem das Laufhaus Juchgasse zudem auch komplett renoviert worden ist sowie dem fortwährenden Erfolg dieser beiden Edeletablissements in Wien, haben wir von Intimcity uns mit dem Eigentümer H.P.Z in einem Wiener Café getroffen und mit diesem ein Interview geführt, in welcher dieser uns einen näheren Einblick in sein Business gewährt und uns erzählt, warum die beiden Laufhäuser in der Juchgasse und Zollgasse so erfolgreich sind.

Herr H.P.Z, das Laufhaus Juchgasse existiert nun bereits seit unglaublichen 40 Jahren und ist fortwährend erfolgreich. Hat sich das Geschäftsmodell in diesem Zeitraum geändert und wenn ja, inwiefern?

Das Geschäftsmodell ist im Prinzip noch immer dasselbe: Wir haben uns darauf spezialisiert, Apartments an Sexworkerinnen zu vermieten, in welchen diese daraufhin deren Dienstleistungen anbieten können.

Was sich jedoch in den letzten 40 Jahren massiv geändert hat, sind die Anforderungen, welche heute relevant sind: Denn wo es damals noch relativ einfache Zimmer waren, finden sich in unseren Laufhäusern heutzutage vollkommen ausgestattete Luxus-Suites inklusive Klimaanlage, Panoramaduschen und Satelliten TV sowie vielen weiteren Features, welche in unseren Etablissements in der Miete inkludiert sind.

Das ist definitiv ein großer Unterschied und bietet den Sexworkerinnen und Kunden ein noch besseres Erlebnis, was auch einer der vielen Gründe dafür ist, dass unsere Laufhäuser so erfolgreich sind.

Darauf wollen wir gleich anschließen: Der Erfolg Ihrer Laufhäuser ist sehr beeindruckend. Was ist Ihr Geheimnis? Wie schaffen Sie es, fortwährend so beliebt zu sein? Insbesondere in Zeiten, in denen von 7 derzeit verfügbaren Laufhäusern in Wien, nur mehr 3 voll ausgelastet sind?

Da gibt es viele Faktoren, die relevant sind: In erster Linie ist natürlich die Location eines Laufhauses enorm wichtig. Hier ist es wichtig, dass man sich hervorragend positioniert: Optimalerweise sollten natürlich zahlreiche Büros, Hotels und öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe zu finden sein.

In weiterer Folge ist aber auch die Größe eines Laufhauses wichtig: Denn je größer, desto mehr Zimmer sind verfügbar, was auch mehr Mädels und somit ein besseres Angebot für Kunden bedeutet. Auf diese Art und Weise kann daher auch eine höhere Nachfrage erreicht werden.

Ein Beispiel dafür: Bevor wir die Zollgasse eröffnet haben, waren wir sechs Jahre lang auf der Suche nach der optimalen Location für unser neues Laufhaus. Das erscheint wie ein sehr langer Zeitraum? Absolut. Das ist aber auch gerechtfertigt: Denn der Erfolg der Zollgasse bestätigt mittlerweile, dass die es die lange Suche definitiv wert war.

Des Weiteren ist hier natürlich auch erwähnenswert, dass in unseren Laufhäusern auch zahlreiche internationale Top-Erotikmodelle zu finden sind. Daran sind viele Kunden auch explizit interessiert. Sowas bekommst Du in anderen Laufhäusern nicht so einfach, wie bei uns.

Gut, dass Sie die Zollgasse erwähnen: Denn das Laufhaus Zollgasse stellt mit 35 Zimmern das größte Laufhaus in ganz Wien dar. Wie schaffen Sie es überhaupt, ein so großes Laufhaus zu füllen, wenn man bedenkt, dass es einige Laufhäuser in Wien gibt, welche nicht mal 50% der Zimmer vermietet haben?

Da geht es einfach ums Gesamtpaket: Wir bieten unseren Sexworkerinnen beispielsweise einen hervorragenden Service. Das reicht von diverse Werbemaßnahmen, über wichtige Behördengänge, bis hin zu 24 Stunden Security und somit ausgezeichneter Sicherheit für unsere Mädels.

Bei uns können die Mädels auch genauso arbeiten, wie sie wollen: In unseren Laufhäusern bieten etwa 50% der Mädels jegliche Dienstleistungen nur mit Schutz an. Das inkludiert auch Oralverkehr. Da gibt es bei uns niemanden, der die Mädels dazu überredet, mehr oder andere Services anzubieten. Das entscheiden die Mädels bei uns vollkommen individuell.

Zudem werden die Mädels bei uns auch stets respektiert und deren Dienstleistungen von unseren Kunden angemessen honoriert. Bei der Monatsmiete unserer Zimmer, welche 700 Euro beträgt, ist natürlich auch klar, dass die Mädels auch teurer sind. Dafür bekommen aber natürlich die Mädels sowie auch Kunden sehr viel geboten. Hervorragende Luxus-Apartments mit tollen Features sowie zahlreiche Top-Erotikmodelle wie bei uns sind klarerweise nicht in allen Laufhäusern verfügbar.

Zusätzlich verfügen auch alle unsere Apartments über einen 5-Sterne Standard mit unzähligen luxuriösen Features für die Mädels, welche diese auch gerne verwenden. Klarerweise sollte aber hier auch erwähnt werden, dass die jahrelange Tätigkeit in der Juchgasse natürlich auch zum Erfolg der Zollgasse beiträgt. Denn viele Mädels kennen uns natürlich schon seit langer Zeit, wobei wir auch stolz darauf sind, dass etwa 70% der Mädels, welche bei uns arbeiten, auch wieder zurückkommen.

Daran erkennt man eben, dass das Gesamtpaket bei uns einfach stimmt.

Sie erwähnen, dass die Sexworkerinnen bei Ihnen gute Erfahrungen machen. Da wollen wir gleich fragen: Welche Vorteile genießen die Mädels überhaupt in Laufhäusern gegenüber anderen Lokalitäten?

Das ist ganz einfach: Bei uns arbeiten die Mädels vollkommen selbstständig in Ihren Apartments und können daher auch jederzeit Nein zu Kunden sagen, wenn diese den jeweiligen Kunden nicht haben wollen.

Zudem ist es in Laufhäusern auch nicht notwendig, mit den Kunden zu trinken und diese zu animieren, was für viele Mädels auch sehr angenehm ist.

In weiterer Folge ist natürlich auch die vollkommen freie Zeiteinteilung interessant für viele Mädels: Denn in Laufhäusern, wie etwa bei uns in der Juchgasse und Zollgasse, wird einfach die Miete bezahlt und anschließend können die Mädels sich deren Arbeitszeit vollkommen frei einteilen.

Des Weiteren ist natürlich auch die Sicherheit erwähnenswert: Denn in unseren Laufhäusern gibt es etwa einen 24 Stunden Sicherheitsdienst, der direkt verfügbar ist, sollten die Mädels etwa Probleme mit einem Kunden oder andere sicherheitsrelevante Anliegen haben.

Was ist Ihre Prognose in Bezug auf die Zukunft des Geschäftsmodells Laufhaus?

Im Prinzip glaube ich, dass es in den nächsten Jahren keine weiteren Eröffnungen von Laufhäusern in Wien geben wird, da der Markt derzeit einfach gesättigt ist. Vor etwa 2 Jahren hatten wir etwa noch Wartelisten, wobei wir mittlerweile froh sind, wenn wir 80% Auslastung über das gesamte Jahr erreichen.

Ich glaube vielmehr, dass in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich einige Laufhäuser schließen werden. Das hat unter anderem auch damit zu tun, dass Zimmer ohne Klimaanlagen und auch sanitäre Ausstattung auch seitens der Behörden einfach keine Genehmigung mehr bekommen werden. Zudem ist sicherlich auch das Preisdumping für erotische Dienstleistungen ein Grund dafür, dass immer mehr Mädels aus Österreich und in weiterer Folge auch den Laufhäusern abwandern.

Wir bedanken uns für das Gespräch mit Ihnen, Herr H.P.Z und wünschen Ihren beiden Laufhäusern auch in Zukunft viel Erfolg!

Danke, wir werden definitiv weiterhin tolle Arbeit leisten, damit unsere Sexworkerinnen und Kunden auch in Zukunft bestmögliche Erfahrungen mit unseren Etablissements erleben.